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Vereinheitlichen und verwerten Sie Ihre Netzdaten mit nur wenigen Klicks

INSER hat eine neue Lösung namens Matcher entwickelt, mit der sich verschiedene Fachdaten in einem einzigen Netzwerk zusammenführen lassen. 

Dieses Tool ist mit dem von swisstopo erstellten Projekt « Verkehrsnetz CH » verbunden. Es ist flexibel und beliebig konfigurierbar und dient zudem als Schnittstelle zur Migration, Konsolidierung und Aktualisierung heterogener Netzdaten.

Die Teams von INSER bieten es ihren Kunden als Premiere an.

Während die Realität je nach Netz oft unterschiedlich modelliert ist (Abweichungen bei Verlauf und Topologie), gleicht der Matcher diese auf eine einzige Referenzgeometrie ab.
Der Matcher identifiziert übereinstimmende Segmente, um Attribute aus verschiedenen Quellen (z. B. Straßennamen, Wanderweg-IDs, Tempo-30-Zonen) in einem einzigen, einheitlichen Netz zusammenzuführen. 
 

Jedes Unternehmen oder jede Organisation modelliert die eigenen Fachdaten nach einer Geometrie, die auf die spezifischen Anforderungen zugeschnitten ist. Wenn es jedoch darum geht, diese Daten zu aggregieren oder mit anderen externen räumlichen Datensätzen abzugleichen, stellt sich das Problem der Kompatibilität. Hier bietet das von INSER entwickelte Tool «Matcher» eine flexible und anpassbare Lösung: Es ermöglicht die lineare Referenzierung aller Arten von Geometriedaten (Linien, Punkte oder Flächen) auf dem schweizerischen Verkehrsnetz, das von swisstopo erstellt und im Rahmen des neuen Bundesgesetzes über die Mobilitätsdateninfrastruktur (MODIG) entwickelt wurde. INSER hat den Matcher bereits in zwei seiner Projekte erfolgreich eingesetzt: beim Waadtländer Lärmbelastungskataster 

Darstellung des nationalen Basisnetzes (swissTNE Base) auf dem Geoportal des Bundes. Dieses Netz dient als geometrisches Rückgrat für alle vom Matcher durchgeführten Referenzierungsprozesse. 
 

Das 2023 eingerichtete und regelmässig aktualisierte Basisnetz von swisstopo (swissTNE Base) deckt das gesamte Staatsgebiet mit allen möglichen Verkehrsträgern ab: Eisenbahnstrecken, Strassen, Wege, Seilbahnen und Schifffahrtswege. Sie sind alle miteinander verbunden und bilden so ein multimodales nationales Netz. Das Tool Matcher, das als Webanwendung vorliegt, dient als Brücke zwischen diesem nationalen Netz und den Fachdaten des Kunden. Dem Datenverwalter eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten, wie die automatisierte Zusammenführung verschiedener räumlicher Daten oder die Möglichkeit, separate Netze, die dieselbe Realität abbilden, zu kombinieren. Darüber hinaus ermöglicht es auch die Migration von einem Netzwerk auf ein anderes oder die Vereinheitlichung aller Daten im nationalen Referenzsystem von swisstopo. Diese Transformationen gewährleisten somit die Interoperabilität, die geometrische Konsistenz und die topologische Kontinuität Ihrer Daten.  

 

Fortgeschrittene Automatisierung

Die Nutzung des Matchers ist vollständig konfigurierbar. Dank einer optimierten Konfiguration und einiger Iterationen lässt sich die Qualität der Verknüpfung verbessern. Das Tool ermöglicht es, die folgenden vier Herausforderungen zu bewältigen: planimetrische oder altimetrische Abweichungen zwischen Datensätzen sowie Unterschiede in der Detailgenauigkeit, wenn ein Netz detaillierter oder stärker segmentiert ist als ein anderes. Es kann auch Darstellungsunterschiede zwischen 2D und 3D beheben und unterschiedliche Modellierungsoptionen für dieselbe Realität festlegen, wie beispielsweise bei komplexen Kreuzungen oder Kreisverkehren. Vor allem bietet es eine erhebliche Zeitersparnis, da es automatisiert werden kann und nur sehr wenig manuelle Arbeit erfordert. 

Verwaltungsschnittstelle zur Steuerung der Matching-Prozesse. Der Benutzer kann den Fortschritt der Aufgaben in Echtzeit verfolgen, Leistungsdaten einsehen und direkt auf die Ergebnisse zugreifen. 
 

Sein Anwendungsbereich ist vielfältig und ermöglicht zudem die Verwertung der Daten: beispielsweise die Übertragung von Attributen von einem Fachnetz auf ein anderes oder die Migration von Daten auf ein anderes Netz über das Basisnetz. Durch die Referenzierung im Basisnetz von swisstopo können die Nutzer direkt von dessen Aktualisierungen profitieren, sei es bei Ergänzungen, Löschungen oder Änderungen an der Infrastruktur. 

Möchten Sie den Matcher nutzen ? Kontaktieren Sie uns.

 

Praktische Anwendung

 

Der Waadtländer Lärmbelastungskataster für Strassen

Im Rahmen dieses Projekts haben die Teams von INSER Verkehrs- und Strasseninfrastrukturdaten aus verschiedenen Quellen und Modellen erfasst und zusammengestellt. Ziel war es, automatisiert eine georeferenzierte Ebene zu erstellen, die alle für die akustische Modellierung erforderlichen Informationen enthält. Dazu mussten die Fachdaten (Fahrzeuganzahl, Geschwindigkeit, Strassenbelag, Strassenbetreiber usw.) in einer einzigen vordefinierten Geometrie zusammengeführt werden, die die Attribute jedes Netzes beibehielt.
Wie die beiden folgenden Abbildungen zeigen, wandelt der Prozess eine fragmentierte Realität in ein einheitliches Referenzsystem um. Die erste Abbildung zeigt die komplexe Überlagerung der Fachnetze, in denen jede Quelle ihre eigene Topologie aufweist. Die zweite Abbildung stellt das Ergebnis dieses Vorgehens dar: Alle heterogenen Segmente wurden abgeglichen und mit dem Basisnetz von swisstopo zusammengeführt. Diese Darstellung (in Blau) stellt nun das Endergebnis der Kombination dar. Sie vereint die Eindeutigkeit und den Reichtum der Fachdaten und ermöglicht so eine einheitliche Berechnung der Lärmemissionen für jedes Segment. Dieser Verarbeitungsablauf, der durch den Matcher und die dem Kunden gelieferten FME-Skripte automatisiert wird, gewährleistet eine dauerhafte Aktualisierung des kantonalen Lärmbelastungskatasters.
 

Überlagerung mehrerer Fachnetze, die für die Erstellung des Lärmkatasters erforderlich sind. Es sind erhebliche geometrische Abweichungen und unterschiedliche Modellierungen von Kreuzungen zu beobachten, was die Analyse erschwert. 
Endergebnis nach Verwendung des Matchers. Die unterschiedlichen Netzwerke werden auf dem Basisnetz swissTNE zusammengeführt. Diese Geometrien enthalten nun alle für die Modellierung der Lärmausbreitung erforderlichen Fachattribute.

 

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